Part Of Speech

Auch “Wortarten”.
Wörter derselben Part of Speech zeigen ähnliche Syntaktische Rollen in Sätzen.

Morphologische Eigenschaften

Part Of Speech-Wörter werden durch dieselben grammatikalischen Regeln verändert

Flexion

Ist ein Prozess der Wortbildung. Zur Grundform eines Worts werden bestimmte Endungen hinzugefügt um grammatische Bedeutung zu vermitteln.

Beispiel

  • “-s” im Englischen zeigt Plural an
  • “gets” zeigt dritte Person Singular

Verwendung in NLU

Die Part Of Speech ist wichtig zur Kategorisierung und Verwendung von Wortarten.

Auch automatische Übersetzung benötigt die Information. Beispielsweise könnte das Englische “run” sonst nicht unterschieden werden. Es kann “der Lauf” oder “rennen” bedeuteten.
Auch die Betonung kann die Bedeutung des Wortes beeinflussen.
Bsp.

  • PERfect (Adjektiv)

  • perFECT (Verb)

  • umFAHREN

  • UMfahren

PoS Tagging

Part of Speech Tagging ist die Zuordnung von Wörtern zu ihren Wortarten.
Eine einfache Version wird häufig im Schulunterricht erlernt.

Die “Penn Treebank PoS Tags” ist eine Sammlung an Tags. Mit ihr kann Sprache in 45 Tags klassifiziert werden.

Automatisches Tagging

Für die maschinelle Verarbeitung von Texten ist es wichtig, die Wörter korrekt zu interpretieren. Um die korrekten Tags auszuwählen, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen, etwa regelbasiert oder stochastisch durch den Einsatz von Machine Learning.

Regelbasiert

Regeln können manuell definiert werden, oder auch aus einem Korpus abgeleitet werden.
Manuelle Erstellung liefert verständlichere und besser Erklärbare Regeln, ist aber sehr arbeitsintensiv.

In der Phrase a book könnte book als Nomen erkannt werden, da es auf einen Artikel folgt.
Solche Regeln sind gut nachvollziehbar, aber eventuell nur schlecht in der Lage manche Sonderfälle oder komplexere Muster abzubilden.

Stochastisch

Der HMM (Hidden Markov Model) arbeitet mit N-Gramm Häufigkeiten und maximiert die Wahrscheinlichkeit , dass ein aktuelles Tag im aktuellen Kontext zum aktuellen Wort passt.

Hybrid

Mit “Brill Taggern” werden beide Ansätze kombiniert.

  1. Initiales Tagging anhand von einem einfachem Lexikon
  2. Regelgenerierung, es werden häufige Fehler mit Regeln korrigiert die manuell erstellt sind oder aus dem Korpus gelernt wurden.
  3. Transformation:
    Spezifische Anpassung zur Fehlerkorrektur
  4. Iterative Verfeinerung

Evaluation von Taggern

  • Angemessenheit bewerten
  • Ursprung von Fehlern identifizieren
  • Häufige Fehler werden mit Konfusionsmatrix erkannt

Die Matrix ist groß, da viele Tags vergeben werden können, es wird jeweils die Rate eingetragen mit der ein Paar an Tags verwechselt wird.
So können Fehler präzise erkannt und gezielt ausgebessert werden.