Begriffe
Eine Funktion ist eine Zuordnung aller Zahlen aus der Definitionsmenge zu genau einer Zahl aus der Wertemenge .
Def- und Wertemenge lassen sich als Intervalle schreiben, wie
Darstellung
Funktionen können explizit oder implizit dargestellt werden.
Ersteres ist eine Vorschrift die beschreibt, wie aus den Eingabewerten der Ausgabewert berechnet werden kann.
Man schreibt
Beispiel:
Bei Impliziten Funktionen wird auf eine direkte Zuordnung von Ein- und Ausgabewerten verzichtet. Es wird eine Bedingung beschrieben, die von verschiedenen Kombinationen aus Koordinaten erfüllt sein kann.
Beispiel:
Nicht alle Funktionen können in beiden Formen dargestellt werden. Diese implizite Funktion beschreibt den Einheitskreis. Da sich mehrere Punkte des Graphen übereinander befinden kann die Funktion nicht explizit beschrieben werden.
Grenzwert
Der Grenzwert einer Zahl ist die Zahl, der die Funktionswerte beliebig nahe kommen, wenn sich in eine gewisse Richtung verändert.
Eine Funktion hat an der Stelle den Grenzwert wenn gilt:
mit und .
Schreibweise
Stetig
Eine Funktion ist dann stetig, wenn der Grenzwert in jedem Punkt der Definitionsmenge mit dem Funktionswert übereinstimmt.
Lineare Funktionen
Sind Funktionen der Form
Die Steigung ist hierbei konstant, wodurch ihr Schaubild stehts eine gerade Linie darstellt.
Quadratische Funktionen
Entsprechen der allgemeinen Form
Der Graph folgt einer Parabel.
Häufig müssen die Nullstellen der Funktion berechnet werden, hier hilft die Mitternachtsformel
Potenzfunktionen
Funktionen der Form
Die Form wird als Parabel -ten Grades bezeichnet. (Ausnahme )
Ganzrationale Funktionen
Auch Polynomfunktionen genannt bestehen aus mehreren Potenzfunktionen die mit unterschiedlichen Faktoren addiert werden.
Grad der Funktion
Abschlussglied
Symmetrie
Achsensymmetrie zur -Achse
Ist gegeben wenn für jeden Punkt auf einer Funktion gilt:
Punktsymmetrie
Die Funktion ist symmetrisch in einem Punkt wenn folgende Bedingung stets erfüllt ist:
Gebrochenrationale Funktionen
Die gebrochenrationale Funktion lässt sich als Quotient einer Zählerfunktion und einer Nennerfunktion definieren.
- Ungerade Hochzahlen
Alle Hyperbeln verlaufen durch und und befinden sich im und Quadranten. - Gerade Hochzahlen
Laufen alle durch und
Definiert über mit Ausnahme aller Nullstellen der Nennerfunktion
Verhalten um Definitionslücken
- Polstelle bei mit VZW
- Polstelle bei ohne VZW
Hebbare Definitionslücken
In Beispiel 3. mit ist eine hebbare Definitionslücke. Da der Zähler aus dem Term rausgekürzt werden kann, ohne den Rest der Funktion zu beeinflussen.
Wenn man dies tut erhält man
Diese neue Funktion ist die stetige Fortsetzung von da die Definitionslücke nicht mehr existiert und die Funktionen sonst identisch sind.
ist genau dann eine hebbare Lücke, wenn gilt.
Falls sich die Vielfachheit der Nullstelle in und unterscheidet, ist sie nicht hebbar.
Verhalten um Unendlich
Wenn der Funktionswert einer Zahl entgegenstrebt, so heißt die Funktion konvergent.
Gibt es keinen Grenzwert, so spricht man von Divergenz.
Betrachtet wird Wobei und Polynome vom Grad bzw. sind.
Ansatz über Ausklammern der höchsten Potenz
- Nenner Potenz ist größer
Grenzwert - Potenzen gleich groß
Horizontale Asymptote bei dem Quotient der Koeffizienten der größten Potenz. - Zähler Potenz größer
Verhalten grob wie
Schiefe Asymptote
Näherungsfunktion lässt sich durch Polynomdivision berechnen.
Beispiel zu 3.

Man rechnet bis zum Schluss, ein eventueller Rest wird wie in der Klammer gezeigt geschrieben. Durch Grenzwertsätze lässt sich erkennen dass der Einfluss auf den Graph minimal ist und für vernachlässigt werden kann.
Der Ganzrationale Teil des Ergebnisses ist also der Term der Näherungsfunktion.
Betragsfunktion
Eine Funktion heißt Betragsfunktion wenn in beliebiger Weise ein zwischen Betragsstrichen vorkommt.
- mit und
Umkehrfunktion
Stellt die Kosten pro Stückzahl dar, die Umkehrung ist diejenige Zuordnung, die aus der Stückzahl jeweils die entsprechenden Kosten liefert.
Hier wäre es mit
Die Umkehrfunktion entspricht einer Spiegelung an der ersten Winkelhalbierenden (Graph von )
Rechnerisch erhält man sie durch Auflösen nach , zur Einheitlichkeit wird dann jedoch und vertauscht um die Umkehrfunktion zu bekommen.
Eine Funktion heißt dann umkehrbar, wenn ihre Umkehrung eine gültige Funktion ist. Es können also nur Funktionen umkehrbar sein, bei denen jeder Funktionswert einmalig ist.
Beispiel
Eventuell müssen Definitions- und Wertemenge in Ausnahmefällen weiter eingeschränkt werden.
Trigonometrische Funktionen

Sin und Cos
Der Graph ist periodisch mit einer Periodenlänge von
Nullstellen bei für Sinus und für Cosinus
Tangens
Periodisch mit Periodenlänge von
Punktsymmetrisch zu und jeder anderen Nullstelle
Wichtige Werte
| Sin | |||||
| Cos | |||||
| Tan |
Arkusfunktionen
Sind die Umkehrfunktionen von Sin, Cos und Tan.
im TR. Sie geben zu jedem Wert zwischen und den kleinstmöglichen Winkel sodass
Die Funktionen heißen jeweils Arkus-(Trig-funktion), also Arkussinus / Arkuscosinus / Arkustangens
Veränderte Sinusfunktionen
Die Sinuskurve lässt sich in parametrisierter Form schreiben
Dabei haben die Parameter die folgenden Effekte auf das Schaubild:
Exponentialfunktionen
und sind an der -Achse zueinander symmetrisch
Jede Exponentialfunktion kann mit der Basis geschrieben werden.
Da gilt ist
also
Dabei sind und Konstanten
Logarithmusfunktionen
Sind Asymptotisch zur -Achse
Ähnlich wie die Exponentialfunktion lässt sich auch jeder Logarithmus durch ausdrücken.
ist an der -Achse symmetrisch zu